Die Schlussfolgerung, dass Geschosse mit weißem Phosphor zur Anwendung gekommen sind, wurde laut der Zeitung aufgrund einer Analyse der auf der Pentagon-Webseite veröffentlichten Fotos gezogen. Darauf seien mit diesem Stoff gefüllte Geschosse des Typs M825A1 des Kalibers 155 Millimeter zu sehen. Wie die Autoren des Artikels betonen, kann ein solches Geschoss einen zehnminütigen Rauchvorhang gewährleisten.
US-Soldaten © Flickr/ Expert Infantry US-Soldaten unter Beschuss: IS attackiert Militärstützpunkt im Irak mit Chemiewaffen „Die Kräfte der Koalition nutzen diese Geschosse mit Vorsicht und stets gemäß dem Gesetz über bewaffnete Konflikte. Die M825A1 werden dort eingesetzt, wo es keine Zivilbevölkerung gibt, und auch nie gegen die Kräfte des Gegners“, hieß es in der Antwort eines Vertreters der US-geführten Koalition, des Oberst Joseph Scrocca, auf eine Anfrage der Zeitung. Ihm zufolge wird weißer Phosphor eingesetzt, „um einen Rauchvorhang zu schaffen und Signale zu geben“. Laut einem anderen Vertreter der Koalition, Oberst John Dorrian, berücksichtigen die USA beim Einsatz solcher Geschosse „mögliche Nebenwirkungen auf Zivilisten und zivile Strukturen“. „Das US-Militär ergreift alle möglichen Vorkehrungen, um das Risiko zufälliger Verletzungen unter der Zivilbevölkerung und einen Schaden für zivile Objekte zu minimieren“, sagte er.
24 September 2016 - 11:26
News ID: 781108
US-amerikanische Militärs haben den Einsatz von weißem Phosphor bei Operationen gegen Gruppierungen der Terrormiliz Daesh (IS, Islamischer Staat) im Irak bestätigt, aber keine konkreten Details und auch nicht die Ziele dieser Einsätze offengelegt, wie die Zeitung „The Washington Post“ berichtet.